|
|
| |
Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
|
| |
Seite 210: Früchte einmachen, Obst-Marmeladen
|
|
| |
ganz fein. Wiege es und gib zu 1 Pfund Mark, 1 Pfund Zucker, rühre ihn darunter
und koche es unter beständigem Rühren bei nicht zu starkem Feuer. Sobald
es anfängt sich vom Kessel abzulösen und beim Durchstoßen mit dem
Spatel nicht bald wieder zusammenfällt, ist es fertig. Wer es liebt, kann es,
ehe es ganz fertig ist, noch mit etwas gestoßenem Zimt und Nelken und fein
gewiegtem Zitronat vermischen, auch wohl mit etwas aufgelöstem Karmin oder
Cochenille hochrot färben. Man fülle es nun in naß gemachte Blechkapseln
oder Porzellannäpfe und lasse es unter dem Ofen oder an einem anderen, mäßig
warmen Orte trocknen. Ist es gut, so verwahre man es in Kästchen zwischen Papier.
Quitten-Schinken
Man überziehe ein fertiges Quittenbrötchen zollhoch mit fertig geschlagener
Masse die im Rezept Quitten-Häufchen angegeben
ist und lasse es damit trocknen. Die schöne weiße Masse sieht dann gegen
das rote Quittenbrot wie Speck aus und die geschnittenen Scheiben sind täuschend
dem Schinken ähnlich.
Obst-Marmeladen
Verfertigt man: wenn man die saftigen Früchte in Natura durch ein Haarsieb
reibt und mit geläutertem Zucker fast so dick wie das Quittenbrot einkocht
und in Büchsen verwahrt. Fleischigere Obstarten, als Äpfel, Birnen und
Quitten, kocht man mit Wasser zu Mus, reibt sie dann durch und kocht sie mit Zucker
zur gehörigen Stärke. Hagebutten läßt man teigig werden, preßt
sie durch ein Sieb und kocht sie mit geläutertem Zucker zu Marmelade. Man
|
|
|
|
|