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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 206: Früchte einmachen, Nüsse einzumachen
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Welsche Nüsse einzumachen
Man nehme zu Anfange des Monats Juli, wo die Nüsse ausgebildet, aber noch nicht
hart sind, 1 bis 2 Schock derselben, durchsteche sie mit einer feinen Spicknadel
ein paar Mal und werfe sie sodann in einen Eimer mit kaltem Wasser. Den andern Tag
gibt man ihnen frisches Wasser und fährt so 8 Tage lang fort. Nun kocht man
die Nüsse in heißem Wasser fast weich; gießt sie ab, überschüttet
sie nochmals mit kaltem Wasser und läßt sie dann auf einem Siebe ablaufen,
bis sie äußerlich trocken sind. Ist dies der Fall, so legt man sie in
eine Terrine oder irdene Schüssel und übergießt sie mit geläutertem
Zucker, (auf 2 Schock Nüsse, 2 bis 3 Pfund,) kocht am folgenden Tage den Zucker,
nachdem man ihn durch einen Durchschlag von den Nüssen ablaufen lassen, bis
zum Faden ein, wiederholt dies mehrere Male und gießt ihn jedesmal etwas abgekühlt über
die Nüsse. Endlich, wenn die Sauce nicht mehr wäßrig ist, kocht
man den Zucker bis zum schwachen Flug, (bei den früheren Malen kann man von
Zeit zu Zeit unter fleißigem Schäumen ein frisches Stück Zucker
mit aufkochen lassen,) schüttet die Nüsse mit in den Kessel, läßt
sie noch einige Male mit dem Zucker aufkochen, fischt sie mit dem Schaumlöffel
heraus, legt sie in Steintöpfe oder Büchsen, streut klein gebrochenen
Zimt und einzelne Nelken dazwischen, übergießt sie mit dem eingekochten
Zucker, so daß er übersteht, und verwahrt sie wie das obige Eingemachte.
Nach einiger Zeit sehe man darnach; und wenn der Sirup auf den Nüssen zu dünne
geworden, so koche man ihn nochmals ein und füge etwas frischen geläuterten
Zucker hinzu.
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