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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 247: Küchentips, Mittagstafel
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(das Roggenbrot wird erst nach der Suppe in zierlichen Körben herum gereicht.)
Zur Rechten jedes Tellers legt man das Messer, zur Linken die Gabel, oder beides
zusammen rechts auf elegante, lackierte oder kristallene Messerbänkchen; zur
Linken kann man dagegen ein kleines rundes Becherchen mit Salz stellen. Den Löffel
legt man oben quer vor.
Sonst war es Sitte, große Mittags- und Abendmahlzeiten in verschiedene Gänge
abzuteilen und diese Gänge, zu denen jedesmal 5 bis 6 Hauptschüsseln mit
ihren Assietten gehörten, auf einmal aufzutragen. Da jedoch die Speisen durch
diese Methode von einem Gericht zu dem anderen erkalten mußten und dadurch
an Wohlgeschmack verloren oder das künstliche Erwärmen derselben durch
Spirituslampen etc. eine Menge Raum und Zeit beschränkende Anstalten forderte,
so zieht man es jetzt vor, die Tafeln nur mit einigen Hauptschüsseln, als Torten,
Cremes, mehreren kleinen Assietten und Kompottieren (Kompottschüsseln), auch
wohl einigen kalten Pasteten, Gelees oder Aspiks zu verzieren und höchstens
das Dessert in einem besonderen Gange aufzutragen, die warmen Schüsseln aber
einzeln aufzusetzen, vorzulegen und durch die Bedienungen herum reichen zu lassen.
Auf die Mitte der Tafel pflegt man eine schöne kolossale Blumenvase oder silbernen
Aufsatz zu stellen; in welchem letzteren Falle man zu beiden Seiten in einiger Entfernung
von dem Aufsatze, flache Kristallschalen mit Blumen stellt. In angemessenen Zwischenräumen
stellt man symmetrisch kleine Plattmenagen von Silber oder poliertem Holze mit Karaffinen
voll Essig, Senf, Provenceröl, Salz und Pfeffer auf; desgleichen stellt man
von einer Entfernung zur anderen, geschliffene Flaschen voll Wasser, mit einem runden
Gestell mit Gläsern oder einzeln
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