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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 246: Küchentips, Mittagstafel
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Eine Mittagstafel von 30 bis 40 Personen
Obwohl die runden Tische zur Mahlzeit die gefälligste Form bieten und schon
deshalb den Vorzug vor den langen behaupten, weil die Gesellschaft sich an solchen
sitzend von allen Punkten übersehen kann, so ist doch für eine über
16 Personen reichende Gesellschaft die lange, ovale oder Hufeisenförmige Gestalt
der Tafel notwendig. Ihre Form wird durch leichte, aneinander gehackte Gestelle,
worüber genau aneinander passende hölzerne Tafeln gelegt werden, bestimmt
und muß jedesmal nach der Anzahl der Gäste und der Größe des
Zimmers berechnet werden.
Die anständigste Breite einer langen Tafel ist so beschaffen, daß an
dem oberen und untern Ende bequem 2 Couverts neben einander Platz finden, die übrigen
Sitze müssen so berechnet sein, daß man zwischen zwei Stühlen bequem
den Arm durchstecken kann.
Ein schönes weißes Damastgedeck ist die Grundzierde einer eleganten Tafel.
Das Tischtuch, (ist die Tafel zu groß, so legt man 2 aneinander,) muß nach
allen Seiten gleichmäßig herunter hängen, und zwar so weit, daß die
Tischbeine völlig bedeckt find. Es erhebt den Anblick einer eleganten Tafel
ungemein, wenn die Servietten künstlich gebrochen werden und in verschiedene
Figuren aufrecht gestellt, als Fächer, Tulpen, Bischofsmützen usw., die
Teller bedecken, zu welchem Ende es notwendig ist, sie beim Waschen ziemlich steif
zu stärken. Ist man damit zu Stande, so arrangiert man die Stühle; nach
ihnen die Teller, bedeckt jeden Teller mit einer Serviette, legt vor oder unter
dieselbe ein frisches Franz- oder Milchbrötchen
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