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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 144: Backwerk, Linzer Teig
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Gebrannter Wasserteig zu Pastetenformen
Man nehme dazu 1/2 Metze ordinäres Weizen- oder Roggenmehl auf die Backtafel;
zerpflücke ein Stück Butter hinein und würke es, wobei man nach und
nach etwas sehr kochendes Wasser nachgießt und es recht durcharbeitet, zusammen.
Dieser Teig muß ziemlich fest sein, so daß, wenn man etwas mit den Fingern
in die Höhe kneipt, es stehen bleibt. Man wirkt nun ein Brot davon und läßt
ihn liegen bis er erkaltet ist.
Linzer Teig
Man nehme 1,5 Pfund Mehl auf einen Backtisch, räume es in der Mitte etwas auseinander,
pflücke 3/4 Pfund gewaschene Butter, 1/2 Pfund Zucker, 4 gelbe und 4 ganze
Eier, 1/4 Pfund fein gestoßene Mandeln, worunter einige bittere sein können,
hinein, gieße ein Kelchglas Rum oder Franzbrandwein dazu und würke es
gehörig zusammen.
Dieser Teig ist gleich dem mürben Teig sehr schön zu
flachen Torten, desgleichen aber auch zu kleinen Brezeln und ausgestochenen Figuren
auf dem Bleche gebacken, sehr zu empfehlen.
Biskuit-Torte
l Pfund klar gesiebter Zucker und 15 Eidotter werden 1/4 Stunde gerührt, dann
die abgeriebene Schale einer Zitrone und für 6 bis 9 Pfund klar gestoßener
Kardamom dazu getan, und wieder 1/4 Stunde gerührt, dann 3/4 Pfund Kartoffelmehl
und 1/4 Pfund Weizenmehl eßlöffelweise zu der Masse gerührt und
eine reichliche Viertelstunde damit geschlagen; endlich das von den Eiern zu Schnee
geschlagene Weiße darunter
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