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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 136: Salate und Kompotts, Kopfsalat
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Frischer Kopfsalat
Am besten ist dazu der sogenannte: non pareil, der braune asiatische oder der rot
gesprenkelte Forellensalat. Man putzt ihn sauber, schneidet und blättert ihn
nach Belieben und wäscht ihn sorgfältig. Dann rührt man Essig, Öl,
einige Löffel Senf, Zucker und zerdrückte, zuvor gekochte Eidotter gut
durcheinander, mengt den Salat, den man auch nicht zu salzen vergesse, damit an
und gibt ihn zur Tafel. Will man ihn recht zierlich aufputzen, so garniert man ihn
mit einem Kranz von einzelnen, ebenfalls als Salat zu genießenden Nasturziumblüten
(lat. nasturcium = Kresse). An eleganten Tischen pflegt die Hausfrau den Salat gleich
an der Tafel, mit besonders dazu gefertigten hörnernen Gabeln und Löffeln
zu mischen.
Von Endivien, Brunnenkresse, Bachbohnen und Rabinschen, läßt sich gleichfalls
mit Zwiebeln, Essig, Öl, Pfeffer und Salz ein wohlschmeckender Salat verfertigen.
Gurkensalat, von frisch gehobelten, nach Geschmack ausgedrückten Gurken, mit
Essig Öl, Pfeffer und Salz angemengt, ist zu bekannt, als daß ich mehr
darüber sagen möchte.
Man kann den Gurken-, wie den Kopfsalat, auch warm mit Speck, gleich dem Krautsalat
bereiten, nur daß dabei das Obst, der Zucker und das Weichschmoren des Salates
wegbleiben.
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Anmerkung. Bei allen mit Öl gemengten Salaten ist zu bemerken, daß man
sich ja keines andern als des Provencer-, Mohn-, Sonnenblumen- oder Bucheckeröls
bediene.
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