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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 251: Küchentips, kaltes Abendessen
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Assietten mit aufgeschnittenem kalten Braten, Schinken, Zunge, Cervelat-Wurst, Lachs
und desgleichen, andere mit eingemachten Gurken, Bohnen und Früchten dürfen
nicht fehlen. Zuletzt folgen die Aspiks; kalten Pasteten, Austern, Bricken, Sardellensalat,
gebratene Kastanien usw. nach beliebiger Wahl; endlich müssen die gewöhnlichen
Desserts, Cremes und Gelees gleichfalls in möglichster Auswahl vorhanden sein,
und es bleibt der freundlichen Fürsorge der Hausfrau überlassen, von allem
das Schickliche aufzustellen und es in reicher Fülle, doch ohne Überladung,
in einer den Augen, wie dem Gaumen schmeichelnden Weise auf der Tafel zu ordnen.
Bei jeder Tafel, an der die Gäste feste Plätze einnehmen, ist es schicklich,
die Letzteren vorher durch beschriebene Zettel mit den Namen der Gäste, welche
man auf die Couverts legt, zu bezeichnen. Wirt und Wirtin müssen diese Anordnung,
so weit es möglich ist, dem Range wie den Neigungen der Gäste entsprechen
lassen, und es hat diese glückliche oder unglückliche Zusammenstellung
nicht wenig Einfluß auf die heitere Stimmung der Gesellschaft. Will man den
Zufall walten lassen, so kann man auch den Platz mit einer verschiedenartigen Blume
bezeichnen. Eben so viel gleichartige Blumen werden in einem Körbchen an die
Gesellschaft präsentiert und jeder nimmt nun den Platz ein, wo er die Blume
findet, die er aus dem Körbchen gezogen hat.
Auch macht sich eine kalt besetzte Abendtafel recht nett, wenn die Gäste stehend
und wandelnd nach Willkür von den aufgetischten Speisen zulangen; doch bedarf
es dabei der doppelten Aufmerksamkeit der aufwartenden Bedienten, damit sie nicht
verfehlen zur rechten Zeit die Teller und Bestecke zu wechseln und
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