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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 185: Kleines Backwerk und Konfekt, Honigkuchen
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eben so, nur daß man zu den ersteren die abgeriebene Schale einer Zitrone,
bei den letzteren etwas Himbeergelee zu der Masse tut. Macht man Zimtbonbons, so
nimmt man statt des gewöhnlichen Wassers, Zimtwasser zum Einkochen des Zuckers,
rührt auch wohl noch etwas klaren Zimt mit in die Masse.
Dicker Pfeffer- oder Honigkuchen
6 Pfund Sirup und 4 Pfund ausgelassenen Honig läßt man mit 1 Maß Wasser
1/4 Stunde kochen, wobei man immer abschäumt. Dann läßt man es so
weit verkühlen, daß ein Finger darin zu leiden ist, und wirkt so viel
Roggenmehl darunter, daß es ein nicht zu fester Teig wird; diesen läßt
man nun 1/4 Jahr oder noch länger liegen. Wenn er verarbeitet werden soll,
wirkt man gehackte Mandeln, zerschnittenes Zitronat, gestoßene Nelken, Muskatnuß,
einige Körner gestoßenen weißen Pfeffer und Nelkenpfeffer, (aber
ja von diesen beiden Gewürzen nur ganz wenig,) hinein, arbeitet alles wohl
durcheinander, wobei 1/2 Pfund in etwas süßem Wasser aufgelöster
Potasche nicht zu vergessen ist; knetet, wenn der Teig zu flüssig, noch etwas
Mehl in die Masse; rollt den Teig 1 bis 2 Finger dick aus, drückt ihn in die
mit Mehl bestreuten Formen, legt ihn auf saubere Bleche und backt ihn bei ziemlich
starker Hitze. Sind die Pfefferkuchen fertig, so bestreicht man sie mit durchgegossener,
in Bier zerkochter Hausenblase, nachdem man die Ecken, so wie den Mittelpunkt noch
vor dem Einschieben in den Ofen, mit einmal durchgespaltenen geschälten Mandeln
und mit Zitronatstückchen belegt hat. Man kann diesen Teig auch in runde, mit
Mandeln bestreute fingerstarke Kuchen ausrollen.
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