|
|
| |
Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
|
| |
Seite 205: Früchte einmachen, eingemachte Quitten
|
|
| |
Schäumen einige Mal aufkochen, *) dann behandelt man sie ganz wie die vorigen
Früchte.
Eingemachte Quitten
Schöne große und reife Quitten, (die Birnenquitten eigenen sich am besten
dazu,) schält man, schneidet sie in Achtel oder noch kleinere Stücke,
macht das Kernhaus heraus und kocht sie in Flußwasser halb weich. Sind sie
wieder erkaltet, so behandelt man sie gleichfalls wie die vorigen Früchte und
kocht sie so oft mit dem eingekochten Zuckersaft auf, bis sie die gehörige
Konsistenz zum Aufbewahren haben.
Rosen-Äpfel einzumachen
Die Rosenäpfel werden mit einem wollenen Tuche rein abgerieben, die Putzen
abgeschnitten, und die Kerne, wenn man die Früchte nicht spalten will, mit
einem Federmesser oder feinem Löffelstielchen aus der Öffnung heraus geholt;
dann kocht man sie so lange in Flußwasser, bis sie sich eindrücken lassen.
Hierauf läßt man sie rein ablaufen, nimmt zu 1 Pfund Rosenäpfel,
1 Pfund geläuterten Zucker, schüttet die Rosenäpfel hinein und läßt
sie 24 Stunden mit dem Zucker stehen. Dann kocht man den Zucker abermals auf, gießt
ihn wieder über die Früchte, wiederholt dies noch einige Tage, bis er
einen dicken Sirup bildet, tropft endlich etwas Zitronensaft hinzu, läßt
die Rosenäpfel ein paar Mal mit dem Zucker aufkochen, dann auf Porzellan erkalten
und bringt sie nach obigen Regeln in Gläser.
__________
*) Wenn man mit dem Schaumlöffel von den einzumachenden Früchten, den
unreinen Schaum nicht ganz herunter bringt, so bediene man sich eines Papiers oder
mehrerer, welche man so lange darauf drücke, bis sich nichts mehr anhängt.
|
|
|
|
|