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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 255: Küchentips, Déjeuners
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Anordnungen im Verhältnis, brauche ich hier nicht näher anzudeuten, da
jeder richtige Sinn, und natürliche Scharfblick, diesen Maßstab mit Leichtigkeit
zu finden weiß.
Daß bei Bällen und nach großen Mahlzeiten auch Spielpartien arrangiert
werden müssen, versteht sich von selbst. Auch in den kleineren Zirkeln dürfen
sie nicht fehlen, während es die Sorge jeder artigen Hausfrau sein muß,
die Nichtspielenden durch Lektüre, Musik, Gesellschaftsspiele oder kleine Belustigungen
im Freien zu entschädigen.
Sogenannte Déjeuners à la Fourchette (Gabelfrühstücke)
welche Reisenden zu Ehren oder bei Jagdpartien und öffentlichen Festlichkeiten
veranstaltet werden, ordnet man verhältnismäßig nach dem nämlichen
Maßstabe wie eine kalte Abendtafel an. Vor dem Genuß der Fleischspeisen
wird statt der Bouillon, bei rauher Jahreszeit, häufiger Glühwein, Nikus
oder Dreifuß, auch wohl ein schönes Warmbier herum gereicht.
Déjeuners ohne Fleischspeisen
Z. B. bei Haustrauungen oder Kindtaufen, richtet man gewöhnlich so ein, daß vor
der heiligen Handlung, sobald die Gesellschaft versammelt ist, eine schöne
Wasserschokolade mit Löffelbiskuit herum gereicht
wird. Die Handlung selbst wird gewöhnlich in einem andern Zimmer verrichtet
und es gehört eigentlich nicht hierher zu erwähnen, daß es gleichfalls
eine freundliche Sorgfalt der Hauswirtin sein muß, den Anblick des häuslichen
Festaltares so reizend als möglich zu gestalten. Man kann durch geschmackvolle
Draperien (Tücher, mit kunstvoll gestaltetem Faltenwurf) von Musselin, Damast
und Blumengewinden, die unscheinbarsten
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