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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 254: Küchentips, Damenkaffee
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sie zu veranstalten hat, alles bis auf das Kleinste zu durchdenken, so viel als
möglich eigenhändig vorzubereiten und die Domestiken (Dienstboten) bis
auf die geringsten Einzelheiten deutlich und genau zu unterrichten. Ist die Gesellschaft
jedoch versammelt, so muß es nur ihrer Winke bedürfen, um alles im schönsten
Gleise zu erhalten. Indem ihrer Aufmerksamkeit nichts entgeht, müssen die Gäste
in ihr nur das teilnehmendste Mitglied der Gesellschaft, bemüht, alles auf
das Freundlichste zu beleben, erkennen; und es bleibt allemal das Kennzeichen einer
fehlerhaften Anordnung oder ganz schlechten Bedienung, wenn die Hausfrau wie eine
Verfolgte angstvoll hin und her läuft; noch peinlicher aber ist es für
die Stimmung der Gäste, wenn sie mit schlecht verhehlten Zornesmienen, oder
wohl gar mit linkischen Entschuldigungen, die begangenen Fehler zu verbessern strebt,
so wie ein allzu dringendes Nötigen, den aufgetragenen Segen zu genießen,
sobald das Maß freundlicher Gemütlichkeit unzart damit überschritten
wird, bei dem besten Wohlmeinen der Hausfrau zur Qual der gesättigten Gaste
werden kann.
Der Platz der Hausfrau bei dem Empfange einer großen Gesellschaft ist auf
dem Sessel rechts, neben dem Sofa. Sobald es zur Tafel geht, reicht der Hausherr
der vornehmsten Dame den Arm, um sie an ihren Platz zu führen; der vornehmste
Herr erzeigt diese Ehre gewöhnlich der Hausfrau; die Übrigen folgen nach
Willkür diesem Beispiele. Bei der Anordnung der Plätze sehe man darauf,
daß die sogenannte bunte Reihe, wo Herrn und Damen immer abwechselnd sitzen,
möglichst heraus komme.
Soviel von den größeren Gesellschaften. Die verminderte Schüsselzahl
bei den kleineren, bis endlich zur einfachsten Häuslichkeit herab und alle übrigen
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