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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 252: Küchentips, Abendessen
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die geleerten Gläser zu füllen. Die Couverts werden bei dieser Art zu
soupieren durch die Bedienten auf Präsentiertellern herum gereicht oder aufeinandergetürmt
an den Ecken der Tafel aufgestellt.
Gibt man ein kaltes Abendessen, wobei der Raum zu beschränkt ist, um in einem
besonderen Zimmer die Tafel zu decken, oder die Unterhaltung ist mit Tanz und andern
Vergnügungen verbunden, wobei die Anordnung einer feststehenden Tafel eine
unangenehme Störung hervorbringen würde, so ist es vorzuziehen, die Speisen
während einer dazu angeordneten Pause auf Präsentiertellern herum geben
zu lassen. Bei Bällen wird schon zuvor Tee mit Zwieback, kleinem Backwerk und übliches
Zubehör, abwechselnd mit dem Tee, auch Mandelmilch, Sorbet oder Limonade, herum
gegeben. Später beginnt das Souper. Es versteht sich, daß bei dieser
Art zu servieren, alles mundgerecht präsentiert wird, da keine Teller, sondern
nur Servietten herum gereicht werden. Den Anfang macht ebenfalls Bouillon in Obertassen,
die man stark einkochen ließ, mit Jus oder Bouillontafeln verstärkte
und mit Karamel färbte. Dann folgt Sardellensalat in Untertassen nebst Teelöffeln,
zuvor auch wohl kleine warme Fleischpastetchen; dann kommen die zerschnittenen Braten
und kalten Fleischspeisen, wobei jedoch kein Geflügel, ebensowenig Fisch mit
Gräten sein darf, da die Gesellschaft aus der Hand speist; auch werden Butterbrote,
nebst trockenem Brot und Semmeln präsentiert, endlich Flammeris oder Cremes
in Untertassen nebst Teelöffeln, Torten und trockene Konfitüren, auch
wohl Datteln, Feigen, Traubenrosinen und Knackmandeln, desgleichen französisches
Zuckerkonfekt mit Calembourgs (Kalauer, Wortspiele), und ähnliche, die Gesellschaft
belustigende Attrappen, welche auch bei
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