| |
Sauce durchgetrieben, das Fett rein abgeschöpft, und wieder an das Fleisch
getan, neben einem halben Quart saurem Rahm, etwas kleinen Kapern und etlichen Scheiben
frischen Zitronen, hierauf läßt man es langsam bis zum Anrichten fortkochen.
Wer sparsam sein will, kann Rahm und Kapern weg lassen, es schmeckt doch gut.
Gewöhnliches Böflamod (Boeuf a la mode)
Ein mageres Stück Rindfleisch salzt man und würzt es mit Nelken, Pfeffer
und verschiedenen Gewürzen, tut es mit ein wenig Zwiebel, gelben Rüben
und einigen Lorbeerblätter in einen Tiegel, gießt Essig darauf, und läßt
es zugedeckt weich kochen; vor dem Anrichten tut man ein wenig braune Einbrenne
daran, oder läßt eine gute Handvoll geriebene Brotrinde damit verkochen,
wenn es gut gekocht ist, gibt man es zu Tisch.
Roastbeef oder englischer Braten
Man nimmt ein Stück Lendenbraten von 6 bis 8 Pfund, läßt ihn im
Winter 8 Tage und im Sommer 4 Tage im Keller stehen. Will man ihn brauchen, so schabt
man ihn mit einem Messer ab, salzt und pfeffert ihn, läßt ihn eine Stunde
stehen, und brät ihn entweder im Bratofen oder am Spieß. Drei- viertel
Stunde vor dem Anrichten wird etwas Mundmehl darauf gestäubt, und ein Glas
roter Wein darüber gegossen. Wird das Roastbeef im Bratrohr gebraten, so muß der
Boden des Bratbeckens mit Zwiebeln und gelben Rübenscheiben bedeckt werden.
Roastbeef oder engl. Braten auf eine andere Art
Man nimmt ein Stück Lendenbraten so groß man es braucht, je größer
das Stück genommen werden kann, desto saftiger wird es. Dieses wird wohl geklopft,
ein halbes Lot Nelken und eben so viel Pfeffer gestoßen, eine starke
Faksimile für die Rezepte Gewöhnliches Böflamod (Boeuf a la mode)
und Roastbeef oder englischer Braten im Abschnitt Ochsenfleisch und Rindfleisch.
|
|
|
|