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dünne Scheiben. Hierauf tut man in das Geschirr, worein sie kommen sollen,
zuerst etwas grob gestoßenen Pfeffer, ein wenig Salz, einige zerdrückte
Korianderkerne, etwas klein geschnittenen Kreen (Meerrettich) und ein starkes Gelege
rote Rüben darüber, streut wieder von den angezeigten Sachen darauf, und
fährt so fort, bis das Geschirr voll ist, gießt dann guten Essig darüber,
und bindet es zu.
Schlehen einzumachen
Man nimmt recht große zeitige Schlehen, zupft die Stiele ab, und tut die Schlehen
in ein Zuckerglas. Wenn das Glas eine Maß hält, und voll Schlehen ist,
so wird eine halbe Maß Weinessig mit einem halben Pfund Zucker, einem Quint
Zimt, einem halben Quint Gewürznelken (beides wird bloß geschnitten)
gesotten und lauwarm über die Schlehen gegossen. Am folgenden Tage wird der
Essig wieder abgegossen, noch einmal gesotten und wie das erstemal aufgegossen.
Dies wiederholt man noch zweimal, dann wird das Glas zugebunden und wie andere eingemachte
Früchte aufbewahrt.
Kräuteressig zu bereiten
Man nimmt einen Eßlöffel voll von den grünen Blättern, gereinigte
Lavendelblüte, eben so viel Rosmarin, getrocknetes Basilikum, ein wenig Kettelkraut,
Zitronenkraut und Estragon, zupft alles von den Stielen ab und schneidet es ein
wenig kurz, feuchtet es mit Zitronensaft an, und tut es, neben einem Stückchen
gebröckelten Zimt, acht ganzen Gewürznelken, zwei Teelöffel voll
zerstoßenem weißen Pfeffer und etwas Muskatblüte, in ein Glas oder
in eine Flasche, welche eine Maß hält, gießt echten Weinessig darüber
und läßt es an der Sonne oder in der Ofenwärme vierzehn Tage lang
destillieren. Wenn die Säfte aus den Kräutern gezogen sind, gießt
man den Essig durch ungeleimtes Fließpapier, füllt ihn in Bouteillen,
pfropft diese zu und hebt sie im trocknen Sande
Faksimile für die Rezepte Schlehen einmachen und Kräuteressig im Abschnitt
Eingemachte Früchte und Säfte.
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